
Tumore lassen sich chirurgisch entfernen
Im Sommer genießen Menschen Sonnenlicht und schätzen die Bräune ihrer Haut. Sonnencremen und angepasste Kleidung schützen vor schädlicher UV-Strahlung, die Hautkrebs verursachen kann.
Die Regenerationsfähigkeit der Haut verändert sich jedoch über die Jahre, und deshalb kann übermäßiges Sonnenbaden auch erst nach einigen Jahrzehnten zu Hautkrebs führen.
Der bösartige weiße Hautkrebs (Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom) ist eine besondere Form – früh behandelt, ist er meist nicht lebensgefährlich, aber schädigt die Haut nachhaltig und beeinträchtigt das optische Erscheinungsbild.
Präziser & schonender Eingriff möglich
„Weißer Hautkrebs ist die häufigste bösartige Tumorerkrankung in Österreich und tritt vor allem im Gesicht, an Kopfhaut, Schultern, Händen und Dekolleté auf,“ sagt OÄ Dr.in Julia Roka-Palkovits, Fachärztin für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie im Göttlicher Heiland Krankenhaus.
“Wir können während der Operation eine Untersuchung des entnommenen Gewebes vornehmen lassen und dadurch gewährleisten, dass kein bösartiges Restgewebe bleibt. Gerade wenn ästhetisch sensible Bereiche wie die Nase oder die Lippe betroffen sind, ist dadurch ein präzises und schonendes Vorgehen möglich.“
Methoden und Nachsorge nach einer Operation
Hauttumore werden minimal-invasiv chirurgisch entfernt. Dafür stehen Plastischen Chirurg*innen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. „Wenn ein Hauttumor mit dem gebührenden Sicherheitsabstand entfernt wird, entsteht eine Lücke, die wieder verschlossen werden muss,“ so OA Dr. Johannes Steinbacher, Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie im Göttlicher Heiland Krankenhaus.
Am Tag der OP gleich nach Hause
„Uns stehen hier verschiedene Methoden in der Schnittführung zur Verfügung, damit die Narben nach der Abheilung gut verborgen oder nicht mehr zu sehen sind. Unser Ziel ist immer die Wiederherstellung von Körperfunktion und -form unter höchstmöglicher Wahrung der Ästhetik.“ Die Patient*innen werden am Tag der Operation nach Hause entlassen. Meist können die Nähte schon eine Woche später gezogen werden. Wichtig ist, dass die Narbe für mindestens ein Jahr keiner starken UV-Strahlung ausgesetzt wird.